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Brutbericht Schwarzstorch 2012 (SH)

Schwarzstorchbestand 2012
Abb. 1: Brutbestandsentwicklung
des Schwarzstorchs in Schleswig-Holstein
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Die Brutbestandserfassung des Schwarzstorchs in Schleswig-Holstein, durchgeführt von der Arbeitsgruppe Schwarzstorchschutz mit Unterstützung durch Förster, Waldeigentümer und Avifaunisten, brachte für das Jahr 2012 folgende Ergebnisse: Es wurden sieben Revierpaare festgestellt, davon begannen vier Paare mit der Brut, aber nur drei Paare waren erfolgreich und zogen insgesamt 10 Jungvögel auf (2 x 4 juv., 1 x 2 juv). Von den erfolgreichen Paaren brüteten zwei Paare in Privatwäldern und ein Paar in einem Körperschaftswald.
Im Südosten des Landes kam es zu einer Revierneubesetzung. Das Paar war mit vier flüggen Jungvögeln erfolgreich. Dagegen führte später Holzeinschlag in einem Privatwald zu einem verspäteten Brutbeginn, mit der Folge eines mit zwei flüggen Jungvögeln geringen Bruterfolges, wie es häufig bei Spätbruten festzustellen ist.
In einem Traditionsrevier kam es wie im Vorjahr zum Verlust eines Jungvogels und zum Abbruch der Brut. Der circa fünf Wochen alte Jungvogel wurde neben einem unbefruchteten Ei bei einer Nachkontrolle des Horstes vorgefunden. Im Vorjahr lag ein fast flügger Jungvogel tot auf dem selben Horst, während ein weiterer Jungvogel flügge wurde. Die Umstände, die zum Tod der Jung vögel führten, bleiben ungeklärt.
Bemerkenswert ist, dass im Vorjahr noch sehr erfolgreiche Brutpaare mit Vierer-Bruten in diesem Jahr das Revier aufgaben, obwohl hinsichtlich der Verfügbarkeit der Nahrung keine Verschlechterung eingetreten ist. Die Gründe für das Verlassen eines Revieres sind selten nachweisbar. Da aufgrund der Störanfälligkeit des Schwarzstorches keine permanente Überwachung der Horststandorte möglich ist, fehlt es an konkreten Nachweisen für die Ursache von Brutaufgaben. 

Joachim Kock
Arbeitsgruppe Schwarzstorchschutz Schleswig-Holstein
 

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