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Niedersachsen 2013

Seeadlerbrutbericht 2013

Seit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Adlerschutz Niedersachsen (AAN ) im Jahre 1996 zeigt sich eine nicht für möglich gehaltene Populationsdynamik unter den Seeadlern. Im Jahr 2013 wurden 39 Adlerreviere festgestellt, von denen in 29 Revieren ein Brutanfang nachgewiesen werden konnte. 26 Paare haben 43 Jungvögel erbrütet, leider sind davon drei Jungvögel durch einen Horstabsturz ums Leben gekommen und es flogen letztlich nur 40 Jungvögel aus. Drei Adlerpaare brachen die Brut aus uns nicht erkennbaren Gründen ab. 

Deutlicher als durch eine Neuansiedlung von sechs Brutpaaren kann die bemerkenswerte Entwicklung der Besiedlung Niedersachsens nicht dokumentiert werden. Alle sechs Paare haben mit der Brut begonnen und erfolgreich gebrütet ( 1x1Juv,  2x 2Juv und 2x 3Juv ).

Besonders erfreulich war die Neuansiedlung am Dümmer See und die erfolgreiche Brut einem Jungvogel. Auch hatte niemand mit einer Ansiedlung im Weserbergland gerechnet, doch auch dort schlüpfte ein Seeadlerküken und wurde erfolgreich aufgezogen. Gerade in dieser Region erwarten wir im nächsten Jahr eine weitere Ansiedlung. Der Trend der Seeadlerausbreitung zeigt eindeutig nach Westen. Aus Süd-Niedersachsen fehlen nach wie vor Meldungen über Ansiedlungsversuche.

In Niedersachsen wurden in 2013 auf acht Horsten die jungen Seeadler mit Farbringen der Vogelwarte Helgoland markiert. Insgesamt wurden 13 Jungvögel beringt. Zukünftig versucht die AAN in Abstimmung mit der Staatlichen Vogelschutzwarte die Anzahl der Beringungen weiter zu erhöhen, um den Ansiedlungsverlauf in Niedersachsen gut zu dokumentieren und die Todesursachen der Jungadler besser zu erfassen.

Die stete Ausbreitung des Seeadlers in Niedersachsen verdanken wir nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden, Forstämtern, Waldbesitzern, der Jägerschaft und den Naturschutzverbänden. Die AAN tritt hier als verlässlicher Koordinator auf, sowohl  für die Schutzmaßnahmen, das Seeadler-Monitoring und den notwendigen Informationsfluß zwischen ehrenamtlichen und behördlichen Mitarbeitern.

 

Dagmar und Peter Görke

 

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