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Informationen zur Projektgruppe

Die Projektgruppe Seeadlerschutz ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Naturschutzverbänden (WWF, NABU, BUND, OAG), der Landesjägerschaft, dem Waldbesitzerverband, dem Umweltministerium und den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten als Seeadlerschutzstation. Gegründet wurde die Projektgruppe Seeadlerschutz bereits 1968 im Rahmen des WWF-Projektes "Greifvogelschutzprogramm in Schleswig-Holstein". Seit 1997 ist die Projektgruppe Seeadlerschutz als gemeinnützig anerkannter Verein tätig und führt seither im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein das Artenschutzprojekt Seeadler durch.
Die wichtigsten Artenschutzmaßnahmen sind:

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 FOTO: ANDREAS SCHULZ-BENICK

 

  • Erhalt von alten Buchenbeständen durch Anpachtung oder Kauf,

  • Wiedervernässung ehemaliger Feuchtgebiete,

  • Einrichtung von Schutzzonen um den Neststandort,

  • Betreuung der Brutreviere durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter,

  • Absprache der forstwirtschaftlichen und jagdlichen Maßnahmen in den Schutzzonen mit den zuständigen Forstbediensteten, Grundeigentümern und Jagdausübungsberechtigten,

  • gezielte Besucherlenkung und Betreuung von drei öffentlichen Beobachtungsstationen

Ziele der Projektgruppe

In allen Ostsee-Anrainerstaaten war der Seeadler ursprünglich ein verbreiteter Brutvogel. Zudem waren in historischer Zeit auch die Auwälder an Elbe, Rhein und Donau besiedelt. Durch menschliche Verfolgung (Abschuss, Fang, Vergiftung) erloschen die Brutbestände in einigen Ländern (z.B. Litauen, Dänemark und West-Deutschland) oder wurden stark reduziert (z.B. Polen, Estland, Schweden und Finnland). Ziele des internationalen Seeadlerschutzprogramms sind daher die Wiederbesiedlung des ehemaligen Verbreitungsgebietes sowie der Aufbau und die dauerhafte Sicherung stabiler Brutbestände. Vor diesem Hintergrund hat sich die Projektgruppe Seeadlerschutz Schleswig-Holstein das Ziel gesetzt, einen langfristig gesicherten Brutbestand im Land aufzubauen und dadurch die Wiederausbreitung nach Norden und Westen zu fördern.
Als ein wichtiger Teilerfolg ist daher die Ansiedlung eines Seeadlerpaares 1995 in Dänemark zu nennen. Im Jahr 2000 haben hier bereits sechs Paare gebrütet, woran nachweislich auch schleswig-holsteinische Vögel beteiligt waren. Um 1850 brüteten in Dänemark noch etwa 50 Paare, danach hatte der Bestand jedoch rasch abgenommen und erlosch 1956. In Deutschland erweitert sich seit Mitte der achtziger Jahre das Verbreitungsgebiet des Seeadlers zunehmend nach Westen. 1997 wurden die Meißendorfer Teiche in Niedersachsen und der Unterelberaum westlich von Hamburg besiedelt. Im Jahr 2000 gab es dann eine Neuansiedlung am Steinhuder Meer/Niedersachsen. Zudem sind in den Niederlanden in den letzten 20 Jahren zahlreiche Auenlandschaften im Rheinmündungsbereich renaturiert worden, die eine noch weiter westwärts gerichtete Ausbreitung möglich erscheinen lassen. Der vorhandene Fischreichtum, das Vorkommen vieler Wasservogelarten und die weitgehende Unzugänglichkeit dieser Gebiete ermöglichen schon jetzt ein regelmäßiges Überwintern von jungen Seeadlern.

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