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Schadstoffbelastung

Seeadlerfedern als Schadstoffmesssonden

Seeadlerfeder
Abb. 1: Seeadlerfeder

Da der Seeadler an der Spitze einer aquatischen Nahrungskette steht, reichern sich schädliche Umweltgifte in seinem Körper besonders stark an. Für ein landesweites Schadstoffmonitorring werden in den Brutrevieren die Mauserfedern und die nicht ausgebrüteten Eier der Seeadler gesammelt. Mit Hilfe von chemischen Analysemethoden werden dann die Belastungen mit chlorierten Kohlenwasserstoffen und Quecksilber gemessen und mit Daten zur Reproduktion und dem Alter der Vögel verglichen. Hieraus lassen sich nicht nur Erkenntnisse zur Gefährdung der Seeadler ableiten, sondern auch Einblicke in die Schadstoffbelastung unserer Umwelt gewinnen.

Quecksilberbelastung schleswig-holsteinischer Seeadler

Während der letzten 50 Jahre ist die Quecksilber-Belastung in Seeadlern aus Schleswig-Holstein weitgehend konstant geblieben (im Mittel 11 mg/kg). Da die Reproduktion der Seeadler seit 1986 ansteigt, ist ein negativer Einfluss dieser Grundbelastung auf die Fortpflanzung nicht erkennbar. Dies gilt auch für zwei höher belastete Regionen (im Mittel 23 mg/kg). Die regionalen Unterschiede resultieren im wesentlichen aus verschiedenen geogenen Hintergründen und einer unterschiedlichen landwirtschaftlichen Nutzung, denn in früheren Jahren gelangte methyliertes Quecksilber als Saatgutbeize in die Umwelt.

Quecksilbervergiftungen Zeichenerklärung
Quecksilber-Rückstände (mg/kg Trockenmasse) in
Seeadler-Schwanzfedern aus verschiedenen Brutrevieren
in Schleswig-Holstein (n = 214 Federn)

Quecksilberbelastung von 1950 - 2000

Quecksilberdiagramm

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